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14.03.2007: 27.000 Euro Spenden für Lebenshilfe

Flenderwohltätigkeitsturnier

27.000 Euro Spenden, über 150 geschossene Tore, ein 4:2 nach Neunmeterschießen im Endspiel, das sind die nackten Zahlen des Flenderwohltätigkeitsturniers.

Morgens früh um neun begann das Turnier mit dem Spiel der Deutschen Post gegen die Stadtsparkasse, dass die "Bänker" mit 4:1 für sich entschieden. Im Laufe der Vorrunde kristalisierte sich schnell heraus, welche Teams an diesem Tag die dominierende Rolle spielen sollten. In der Gruppe 1 sicherte sich Ausrichter und Mitfavorit Flender mit drei Siegen, (4:0 gegen Sparkasse, 1:0 gegen Post und 3:1 Preinfalk) souverän Platz 1. Drei Siege auf dem Konto hatte auch das Team der Firma Te Strote in der Gruppe 2. Ein wahres Schützenfest gab es im Auftaktspiel der Gruppe 3 zwischen Kühne & Nagel und dem Team der Firma Trox, das Trox mit 7:4 für sich entscheiden konnte. Mit einem Unentschieden und einem weiteren hohen 6:1 über Hulvershorn sicherte sich Trox Platz eins. In der Gruppe 4 zeigte sich Vorjahressieger Wiegrink floor concept auch souverän und kam mit drei Siegen auf Platz 1. Am spannendsten ging es in der Gruppe 5 zu. Hier konnte sich Elsinghorst trotz einer 0:4 Auftaktniederlage gegen Pieron als Gruppensieger durchsetzen. Die Gruppensieger zogen gemeinsam mit den drei bestplatzierten Zweiten Polizei, Borgers und Preinfalk ins Viertelfinale ein.

Vor dem Viertelfinale zeigte sich dann Herbert Panofen beim "Promi-Neunmeterschießen" als treffsicherster Schütze und behielt u.a. gegen Franz-Josef Tenhagen im ersten Stechen die Oberhand. In den Viertelfinals musste dann ausgerechnet Ausrichter Flender schon die Segel streichen. Nach dem 1:2 gegen Te Strote sagte Berno Stachowski, Ausbildungsleiter bei Flender, mehr im Scherz: "Wir brauchten noch einige Helfer vorne im Verkauf, da haben wir gedacht, müssen wir mal ausscheiden". Damit war die erste Überraschung des Turniers perfekt. Preinfalk setzte sich dann souverän mit 3:0 gegen Borgers durch und Vorjahressieger Wiegrink kam zu einem 2:1 gegen Trox. Erst im Neunmeterschießen konnte sich Elsinghorst mit 4:3 gegen die Polizei durchsetzen. Dazu kam es auch nach dem ersten Halbfinale zwischen Te Strote und Wiegrink. Thorsten Heimhold hatte Te Strote in Führung gebracht, kurz vor dem Ende gelang Wiegrink dann doch der Ausgleich. Ausgerechnet Markus Volmering, Trainer des SC 26 Bocholt, setzte dann den entscheidenden Neunmeter an den Pfosten. "Es kann halt nicht immer klappen," so sein kurzer Kommentar. Im zweiten Halbinfale setzte sich Preinfalk mit 3:2 gegen Elsinghorst durch.

Im Neunmeterschießen um den dritten Platz machten es die "Wiegrink-Kicker" dann besser und trafen gleich fünfmal. Elsinghorst verschoss den letzten Neunmeter, es blieb der vierte Platz. Im Endspiel sah Te Strote lange Zeit, wie der sichere Sieger aus und führte durch einen Doppelschlag in der achten und neunten Minute mit 2:0. Preinfalk schlug zurück und kam in der zehnten Minute zum Anschlusstreffer. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Te Strotes Keeper gab bei einer Ecke den Ball nicht frei, Ernst Hunhoff blieb nichts anderes übrig, als ihn dafür für zwei Minuten vom Feld zu schicken. Acht Sekunden vor Schluss war es dann soweit, Preinfalk konnte ausgleichen. Im Neunmeterschießen behielten die Mannen vom Zulieferbetrieb Flenders die Nerven und konnten erstmalig das Wohltätigkeitsturnier, an dem sie seit Jahren teilnehmen, gewinnen. Der Jubel kannte keine Grenzen, die Spieler begruben Keeper Stephan Scherer unter sich. "Ich bin das erste Mal in Bocholt dabei und schon gewinnen wir, was schöneres gibt es doch nicht," so der starke Keeper, der sein Team ein ums andere Mal vor Gegentoren bewahrt hatte.

"Ich möchte mich bei den zahlreichen Zuschauern, die die zwanzig Mannschaften lautstark unterstütz haben bedanken," so Manfred Egelwisse, Vorstandsvorsitzender der Flender AG, "aber auch den vielen Helferinnen und Helfern, die für den reibungslosen Ablauf gesorgt haben". Sein Dank ging auch an die Spender, die in diesem Jahr für eine Spendenaufkommen von gut 27.000 Euro sorgten. "Unser Ziel ist es nicht unbedingt," so Egelwisse nach dem Turnier, "den Betrag in jedem Jahr zu steigern, wichtig ist nur, dass das Geld konzentriert eingesetzt wird". Das wird es in diesem Jahr, die Lebenshilfe Bocholt e.V. darf das Geld für den Ausbau der Wohnstätte in Isselburg/Werth verwenden. Dort können geistig schwer und schwerstmehrfach (geistig + körperlich) behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreut wohnen.

Andreas Dekker nahm aus den Händen der stv. Bürgermeisterin Christel Feldhaar für das Team der Firma Heidemann den von der Stadt Bocholt ausgesetzen Fairnisspokal entgegen.

Text und Bilder: Bruno Wansing, www.bocholt.de

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