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14.03.2007: Futuristische Eindrücke auf der ispo Winter 07

ISPO-Report Teil 2

Im zweiten Teil des sportalis-ISPO-Reports hat Spürnase Kevin Ritter noch einmal nach spektakulären Neuerscheinungen gesucht und neben den neuesten Boardstyles und Fashionlooks auch noch ein paar wirklich interessante Dinge gefunden

Ganz am Rand, in der Halle für die jungen Unternehmen, auf dem Weg zur Toilette – glücklicherweise – präsentierte die Firma Super Glide Skating ein Produkt, welches den gesamten Eissport revolutionieren könnte.

Aufgrund der besonderen Beschaffenheit lässt sich auf ihren Kunststoffplatten nämlich vollkommen Wetter- und Temperaturunabhängig Schlittschuhlaufen.

Eislaufen auch im Sommer?
Sommer oder Winter, Garten oder Garage, mit diesem System kann man nun immer und überall seine Kufen wetzen. Die leicht veränderten Laufbedingungen sind ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber noch kurzer Zeit sollte jeder geübte Eisläufer problemlos zurechtkommen. Dazu laufen sowohl Puck als auch Eisstock genauso wie auf der guten alten Eisfläche. Mit 210€ pro Quadratmeter sind die Polymerkunststoffplatten in der Anschaffung zwar recht teuer, dafür entfallen allerdings Kühlkosten sowie Wartungsarbeiten. Bleibt also eigentlich nur die Frage, was aus der guten alten Zamboni werden soll.

 

2 in 1 - Handschuh

Beim „Sommer-Eislaufen“ weniger hilfreich, aber ebenfalls brandneu ist das 2in1-Handschuhsystem von Gore-Tex. Hiermit muss der Skifahrer in Zukunft nicht mehr die unangenehme Wahl zwischen eiskalten Händchen und mangelnder Kontrolle am Skistock treffen.

  Der (unter anderem von der Firma Ziener hergestellte) Handschuh ermöglicht aufgrund zweier unterschiedlicher Kammern für die Hände eine situationsgerechte Nutzung. Je nach Piste oder Lift kann in die innere, weniger isolierte, dafür griffigere oder die äußere, gut isolierte warme Kammer geschlüpft werden.

 

Wärmespeicherkleidung

Neben den 2in1-Handschuhen gibt es allerdings noch andere Textilien mit zwei Funktionen. Die von Freudenberg unter dem Namen „Comfortemp“ vertriebenen Gewebe bieten neben wärmenden Eigenschaften gleichzeitig kühlende – beides in einem Kleidungsstück! Möglich gemacht wird dies durch in die Stoffe eingearbeitete mPCM (microencapsulated Phase Change Material). Diese verflüssigen sich beim Überschreiten einer bestimmen Temperatur und nehmen dabei vom Körper abgegebene Wärme auf. Sinkt die Temperatur wieder, geben sie die gespeicherte Wärmeenergie ab und halten so den Körper warm. Bei wechselnden (Belastungs)Verhältnissen sind die Comfortemp-Stoffe somit in der Lage, für ein ausgeglichenes Körperklima zu sorgen.

Aber keine Sorge, selbst bei all der Multifunktionalität liegt man mit diesen anpassungsfähigen Kleidungsstücken natürlich auch modisch noch voll im Trend.

Text: Kevin Ritter

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