15.12.2010: Sportvideo 5/2010

Über Kritik des Weltfussballs an den Kapriolen des Jabulani, konnten tapfere Fußballer im Osten Schottlands am ersten Juliwochenende nur schmunzeln. Sie hatten beim Schlammfußball ganz andere Probleme.
Denn auf einem gefluteten, sumpfähnlichen Matschspielfeld kann von Ballkontrolle ohnehin keine Rede sein. Beim mit sechs gegen sechs gespielten Schlammfußball, oder Swamp Soccer, geht es in erster Linie um die richtige Einstellung und bedingungslosen Einsatz. Und natürlich eine angebrachte Toleranz gegenüber Dreckflecken in den Klamotten. Wie das ganze aussieht, zeigen wir euch hier in unserem Sportvideo:
Erfunden wurde das Spiel wohl als Sommertraining für Skiläufer in Finnland. Die Grundregeln sind dieselben wie beim Fußball, nur werden Einwürfe, Freistöße und Elfmeter als Abschlag aus der Hand ausgeführt und auf Abseits wird verzichtet. Außerdem dürfen während eines Spiels die Schuhe nicht gewechselt werden. Wäre ja auch zu einfach.
In Hyrynsalmi in Finnland finden alljährliche im Sommer auch Weltmeisterschaften statt. Das Event ist dort überaus beliebt, mit kombinierten Besucher- und Teilnehmerzahlen von bis zu 30.000 Personen am gesamten Wochenende. Das von uns gezeigte Turnier im schottischen Strachur hingegen wird als offene britische Meisterschaft ausgetragen und lockt ebenfalls stets ein internationales Teilnehmerfeld in die Highlands.
Kein Wunder, schwören doch die Aktiven auf den unbestreitbaren Spaßfaktor beim Schlammfußball. Dies zeigt sich schon bei der Namenswahl einiger Teams. So traten Unathletico Mudrid (mud = Schlamm) und die Pommes de Terre ebenso an wie die Bogga Juniors (bog = Moor) oder die Diego Mudadonas. Ach ja, Gewinner gab es natürlich auch. Bei den Männern setzte sich das AK Team Buddy Mollox durch und im Mixed sicherte sich Yipee Ki-Yah den Titel.
Text: Kevin Ritter