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14.03.2007: Sportverletzungen bei Kindern nehmen zu...

Wann Sport gefährlich wird...

Sport kann für Kinder gefährlich sein. Überforderung und mangelnder Schutz sind die Hauptrisikofaktoren

Experten beim Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin warnen: Immer häufiger verletzen sich Kinder beim Sport. Neben Knochenbrüchen und anderen Akutverletzungen nimmt auch die Zahl der orthopädischen Sportschäden zu.   Eine der gefährlichsten Sportarten bei Mädchen ist das Reiten. Immer wieder kommt es zu schweren Verletzungen, Brüchen bis hin zu Querschnittslähmungen. Bei den Jungen steht das Fußballspielen immer noch an erster Stelle der verletzungsträchtigsten Sportarten. Ebenso kommt es beim Inline-Skating, Skate- und Snowboardfahren, BMX- und Mountainbikesport leider nicht nur zu Prellungen und Knochenbrüchen, sondern auch zu schweren Verletzungen – darunter nicht selten Schädel-Hirn-Trauma mit bleibenden Schäden oder sogar  tödlichem Ausgang.  Die meisten Verletzungen ließen sich vermeiden, wenn die Kinder Schutzkleidung trügen.


„Seit Einführung der gesetzlichen Helmpflicht für Radfahrer sind in einigen Regionen der USA und Australiens die schweren Kopfverletzungen um bis zu 90 Prozent zurückgegan-gen,“ so Professor Dr. med. Ingo Marzi, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie an der Universität Frankfurt.

Leider gelten Helme gerade bei den am meisten gefährdeten Kindern als „uncool“, auch weil Eltern und Trainer selber nicht mit gutem  Beispiel vorausgingen, beklagt Marzi.  Neben der Verletzungsgefahr besteht für Kinder auch ein erhöhtes Risiko von Sportschäden, die Professor Dr. med. Rüdiger Krauspe, Direktor der Orthopädischen Klinik der Universität Düsseldorf, für vermeidbar hält. Sportschäden entstehen, wenn ein intensives Training keine Rücksicht auf das wachsende Skelett nimmt. Auch ohne Sport komme es bei einigen Kindern in unterschiedlichen Lebensabschnitten zu Verknöcherungsstörungen. Krauspe nennt hier schmerzhafte Durchblutungsstörungen in der Fußwurzel (Morbus Köhler), am Kniegelenk (Morbus Osgood Schlatter) oder auch an Wirbelsäule (Morbus Scheuermann) und Hüfte (Morbus Perthes). Von ehrgeizigen Eltern und Trainern würden diese Beschwerden oft als normale Folge des Trainings fehlgedeutet. Diese Unkenntnis kann laut Professor Krauspe bleibende Schäden am Skelett zur Folge haben. Beide Mediziner raten deshalb dazu, Kinder, die intensiv Sport betreiben, von einem Orthopäden mit sportmedizinischer Zusatzqualifikation betreuen zu lassen.

 

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz 

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